Arkas ist ein Provinzkind mit Identitätskrise: Einerseits tief verstrickt mit urbaner Nonchalance, andererseits halt doch naiv und geprägt von Festbankromantik. Und auch wenn er seinem Ärger ab und zu zwischen den Zeilen Luft macht, bleibt Arkas dabei immer sanft. Auch musikalisch bewegt sich Arkas im Spannungsfeld: Rap will und soll, nein, darf das nicht sein. Manchmal ist es ein Flirt mit Post-Punk, aber ein Fuss bleibt trotzdem immer in der Tür zum Mainstream.
Zwischen introspektiver Tiefe und ständiger Reflexion sieht sich Arkas als kritischer Beobachter, erkennt sich zwischen den Zeilen auch als selbstwirksames Individuum und stellt sich der Herausforderung, sich in einer ihm fremden Welt zu verorten. Arkas ist verletzlich, doch nicht gebrochen; er vereint Feinfühligkeit mit brachialer Direktheit.