disgroove – Laut, leise, langlebig
disgroove gehören zu jener Sorte Band, die sich nie so richtig in eine Schublade packen liess – und vielleicht genau deshalb bis heute existiert. Gegründet Anfang der 2000er, irgendwo zwischen Proberaum, DIY-Mentalität und dem festen Glauben, dass da noch mehr geht.
Früh machte die Band mit ihrer Demo auf sich aufmerksam, inklusive einer Nominierung beim Diesel-U-Music Award – ein erster Achtungserfolg und genug Rückenwind, um mit «Down On Myself» das Debütalbum zu veröffentlichen. Der dazugehörige Videoclip lief täglich auf VIVA und SF2.
Mit «Three» als nächstem Album im Gepäck folgten Tourneen durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und Tschechien sowie Support-Shows für Acts wie Revolverheld und Die Happy. Grosse Bühnen, lange Nächte, viele Kilometer – der ganz grosse Durchbruch blieb zwar aus, aber neben unendlich viel Spass sammelten die drei Jungs genau das, was sich nicht planen lässt: Erfahrung, Geschichten und eine gewisse Resistenz gegen die Schnelllebigkeit.
Mit dem noch härter aus der Art geschlagenen Nachfolger «Gasoline» eröffneten disgroove für Helmet und erarbeiteten sich auf eigenen Tourneen und zahlreichen Festivalauftritten, wie etwa am Openair Frauenfeld oder am Heitere Openair den Ruf, live mehr zu liefern als nur ihre Setlist runterzuspielen.
Stillstand war dabei nie eine Option. Für das akustische Album «Best Redressed» verdreifachten die Jungs Ihre Rockband vorrübergehend zu einem kleinen Orchester. Sie zeigten eine andere Seite – reduzierter, vielseitiger, vielleicht sogar ein bisschen erwachsener.
Ein viertel Jahrhundert später sind sie immer noch da. Statt zweieinhalbminütigen Tracks liefern disgroove worum es immer ging: Freundschaft, Spass und die Liebe zu Rwark’n’roll.