Neues Album «Mir sind alles Waldchind» und neues Liveprogramm «TOHUWABOHU»
Lange ist’s her, seit die Musigjäger ihr letztes Album «Worscht» eingespielt haben.
Doch in den fünf Jahren seither war im Jägerwald einiges los: Die Musigjäger sind und waren wie junge Hirsche auf ihrer «Endlostournee» auf zahlreichen Schweizer Bühnen unterwegs - vom grossen Festival bis zum Kleinskunstkeller wurde alles bespielt. Der erste Dialekt - Kinderpodcast «Radio Waldrand – live aus der Jägerhütte» ist entstanden, das Jagdkapelle-Musiktheater «Felltuschgnusch» wurde in zahlreichen Theatersälen aufgeführt, dazu gleich noch als Hörspiel vertont und veröffentlicht. Und zwischendurch stand auch noch das 20-jährige Jubiläum auf dem Programm. Kurzum: Keine Spur von Ruhe im Unterholz!
Aber die «Worscht» ist jetzt gegessen und abgespielt – und die Mannen haben wieder Hunger auf neue Lieder, die sie in gewohnter manier an ihren Livekonzerten laut und wild aber herzlich spielen. Die Jagdkapelle verzichtet an ihren Liveauftritten konsequent auf die verniedlichung der Kinder und vorallem auf die Verklärung der Eltern. Marius schlägt sich immer und ohne wenn und aber auf die Seite der Kinder. Er kann dies auch darum tun, weil ein Jagdkapellen-Konzert immer inszeniert ist. Die Behauptung, dass da fünf hemdsärmelige Jäger auf der Bühne stehen, die lieber Musik machen als jagen, lässt viel Spielraum für Schabernack, den Eltern wird oft mit einem Süffisanten lächeln ein Spigel vorgehalten und sie werden zwischen den Liedern auf’s Korn genommen, dass kein Auge trocken bleibt. Einmal sage eine Mutter „Es war schon sehr frecht, was Du da über uns Eltern gesagt hast - aber recht hast Du!“ Aufgenommen und produziert wurden sie stilecht im eigenen Jägerhütten-Studio. Vom Reggaeliedli («Znüniböxli») über ein Mariachi-Ständchen («Hüt wött i nüt») bis hin zum wilden Electro-Ausflipp-Song («Tohuwabohu») haben die Musigjägerwie wie eh und je ohne Scheu und mit ihren hölzernen Instrumenten durch alle Genres gejagt.
Das Titellied «Mir sind alles Waldchind» und die Pfadi-Hymne «Lagerfüür-Lied» rufen hinaus an die frische Luft – weg von Grätlis, Bildschirmen und vom WLAN, hinein in den Wald. Dort, wo man merkt, wie cool und funky Draussensein sein kann. «Mir sind alles Waldchind» ist der Soundtrack zum Matschstampfen mit vollen Stiefeln, zum dreckig werden – und trotzdem nie zu vergessen: «es Strüüssli z Pflücke». Das letzte Lied auf dem Album heisst «Glöggli». Es erinnert die Kinder daran, dass sie ein inneres «Glöggli» haben, das läutet, wenn jemand ihre Grenzen überschreitet. Das Lied sensibilisiert für Grenzüberschreitungen, hilft, solche Situationen zu erkennen und einzuordnen und vermittelt, dass es schlechte Geheimnisse gibt für Kinder und das Kinder immer Recht haben und Rechte besitzen.