Irgendwo zwischen eingegangenen Zimmerpflanzen und dem verzweifelten Anschreien von Wänden findet Noah Parks Songs, bei denen irgendwie alle mitsingen.
Noah Parks, 28-jährig und aufgewachsen in Schaffhausen, fand auf Umwegen zur Musik: auf ein abgebrochenes Informatikstudium folgte eine Zeit als Videograf und beinahe auch eine Karriere als Lehrer, bevor er schliesslich an einer Kunsthochschule landete und sich die Zeit nahm, Sänger, Songwriter und Produzent zu werden. Sein 2025 erschienenes Debüt SPOT, das er gemeinsam mit Produzent Philipp Treyer in Baden aufnahm, erzählt in zehn Songs von all den Fragen, die mit dem Erwachsenwerden einhergehen. Im Zentrum stehen Parks’ kristallklare, direkte Stimme und eingängige, clevere Indie-Pop-Produktionen, die sich gelegentlich tief in andere Genres vorwagen. Das Album brachte ihm den Titel „Best Talent“ von SRF 3, sechzehn Wochen tägliche Rotation der Single „Something to Feel“ bei SRF 3, Auftritte an Festivals wie Stars in Town, Moon & Stars und Luzern Live sowie eine Viertelmillion Streams ein – ein bemerkenswerter Anfang für einen Künstler, der nach eigener Aussage selbst noch herausfinden musste, was er eigentlich sagen wollte.
Mit dem Song „Fucking It Up“ beginnt nun sein nächstes Kapitel – und klingt nach einem Künstler, der ganz genau weiss, was er sagen will, und beschlossen hat, es selbst zu tun. Es ist Parks’ erste Veröffentlichung als alleiniger Produzent, geschrieben und aufgenommen in einem Kellerstudio in Winterthur gemeinsam mit Freunden und musikalischen Weggefährten. Ein schwerer Groove, klimprige Gitarren, ein unerwarteter Tonartwechsel und ein kathartischer Refrain geben die neue Richtung vor – gemacht dafür, dass sich ein Live-Publikum gemeinsam die Seele aus dem Leib schreit. Parks nennt den Song „eine Hymne für Leute, die gegen den einzigen Baum auf einem weiten, offenen Feld krachen.“