Bewaldete Bergspitzen türmen sich zu mächtigen Wellen, deren Kämme sich im schimmernden Dunst verlieren. Pfade brechen auf, verflechten sich zu geschwungenen Formen, als hätten sie ihre Erscheinung längst vergessen. Zwischen den Felsen hängen Schleier aus klingendem Licht, greifbar jedoch flüchtig, wie ein weiches flackern im sanften Wind. Unter der Erde pulsieren Ströme, tief und dunkel, doch über ihnen schwebt ein feines gewebtes Sternenzelt. Klänge steigen auf wie Nebel, verdichten sich zu Gestalt, brechen wieder auseinander in Farbpartikel. Zwischen den Tönen webt sich ein unsichtbares Netz aus Erinnerungen und Sehnsüchten. Wege enden nicht – sie falten, wiederholen sich und mäandrieren. Öffnen neue Ebenen, auf denen der Blick in die weite Ferne reicht und doch vertraut bleibt. Dann münden sie in einem Gewebe aus Gegensätzen, das sich nicht auflöst, sondern gegenseitig bedingt – bis aus der Unschärfe ein klarer Umriss wächst, der so selbstverständlich wirkt, als sei er schon immer da gewesen. Augenblicke bleiben hängen wie Tautropfen an Spinnfäden, werden vom Rinnsal zum reissenden Strom und formen sich zu mächtigen Wellen, wie bewaldete Bergspitzen.