Schon seit frühester Kindheit ist Radical DJ von Musik und Klängen fasziniert. Aufgewachsen in einem musikalischen Umfeld – sein Vater war Orgelspieler – kam er früh mit Instrumenten in Berührung. Besonders prägend war ein Roland Synth-Keyboard, auf dem er bereits als Kind experimentierte und erste musikalische Erfahrungen sammelte.
Am 15. April 2006 begann Radical DJ im Alter von 21 Jahren ernsthaft mit der Musikproduktion. Mit der Software Reason 3.0 und einem MIDI-Keyboard legte er den Grundstein für seinen eigenen Sound. Obwohl UK Garage seine grösste musikalische Liebe ist, war es die aufkommende Grime-Bewegung aus den Londoner Endz, die ihn letztlich zum Produzieren animierte. Die Idee, dass junge Produzenten mit einfachsten Mitteln eine weltweite Bewegung erschaffen konnten, wirkte dabei besonders inspirierend.
Zwei Schlüsselmomente festigten diesen Entschluss: das legendäre „Boy Better Know“-Konzert mit Skepta, JME und Plastician am 25. Februar 2006 im Wasserwerk Bern sowie das ikonische Album „Boy in da Corner“ von Dizzee Rascal (2003).
Seinen ersten bedeutenden nationalen Radio-Support erhielt Radical DJ am 2. April 2012, als Danilo Bavier auf Radio DRS Virus seinen Track „illa“ von der Bernoize EP spielte. In den folgenden Jahren fanden seine Produktionen zunehmend Anklang in der internationalen Underground-Szene, insbesondere in England.
Ein wichtiger Meilenstein war die Zusammenarbeit mit Mikey Smith aus Birmingham, einem langjährigen Freund und Gründer des Labels «Orange-In-All» („Original“). Dort erschien unter anderem Radical DJs Track „Riddim & Flow“, der während des Lockdowns breite Unterstützung von namhaften DJs erhielt. Ein besonderes Highlight war der Support durch DJ EZ, der den Track 2020 in seinem legendären 24-Stunden-Set auf dem weltbekannten House-Label Defected sowohl am Anfang als auch gegen Ende des Sets spielte.
Zudem feierte „Riddim & Flow“ sein Radio-Debüt auf BBC Radio 1, gespielt von Flava D. Auch Shosh nahm den Track regelmäßig in ihre Shows auf Kiss FM UK auf.
Im Jahr 2023 folgte ein weiterer bedeutender Schritt mit dem Track „Time“, einer Zusammenarbeit mit dem bekannten MC Killa P (Roll Deep Crew). Der Song wurde von zahlreichen etablierten DJs unterstützt, darunter Sian Anderson, die ihn mehrfach auf BBC 1Xtra spielte. Auch Shosh unterstützte den Track mehrmals auf Kiss FM UK.
Ebenfalls 2023 erhielt Radical DJ starken Support aus der Dubstep-Szene: Sicaria, international bekannt als die «Queen of Dubstep», spielte seinen Dubstep-Track „Balaklava“ regelmäßig in ihren Sets weltweit. Der Track lief unter anderem auf renommierten Festivals wie dem «Infrasound Festival» und dem «Shambala Festival», diente als Intro-Track für einen Mix auf BBC 1Xtra und war zudem Teil ihres Mixmag-Mixes.
Aus der Zusammenarbeit mit Killa P entstand anschließend die Kollaboration mit Lord TCO, woraus der Track „No Fading Away“ hervorging, der ebenfalls von Sian Anderson supportet wurde. Diese Phase führte Radical DJ zu einer engen kreativen Verbindung mit dem jungen MC Endo aus Cardiff, einem engen Freund der Drum-&-Bass-Legende MC Shabba D. Endos und Radical DJs erster veröffentlichter Track „Weekend Offender“ erschienim Dezember 2025 auf Shabba Ds Label «Higher Level».
Seitdem produziert Radical DJ regelmäßig Beats für MC Endo und dessen Umfeld. Daraus entstanden zahlreiche hochkarätige Features mit Artists wie Genesis Elijah, Kyst Cortez, Mountz, Murkage, Krazy und vielen weiteren aufstrebenden und etablierten MCs aus der UK-Szene.
Das Jahr 2026 verspricht neue spannende Projekte und weitere musikalische Meilensteine – Radical DJ bleibt eine treibende Kraft zwischen Underground-Kultur und internationalem Sound.
Gegenwärtig ist in der englischen Clubmusik nichts mehr klar. Die Elemente schwirren durcheinander und finden zu ganz neuen Formen. Schwere Bässe verquicken sich mit hellen House-Patterns und verzerrte, synthetische Beats tragen soulig-warme Vocal-Schnippsel. Das Ganze erinnert irgendwie an den 2-Step der 00er Jahre, ist aber weniger hochpoliert und die heutigen Protagonisten scheinen weit kreativer und radikaler im Weiterdenken der britischen Clubmusik. Radical DJ - der Name sagt es - hat diesen Ansatz übernommen und die Verbreitung des UK-Sounds in der Schweiz zu seiner Sache gemacht.
Radical DJ und Impala MC veranstalten unter dem Namen «Ruff Step Fellaz» gemeinsam die UK Club Night im Propeller in Bern. Und der Name ist Programm: «Ruff Step steht für Tunes, die mitreissen und tanzbar sind», sagt Radical DJ.
Und auch solo hält sich Radical DJ an diesen selbst auferlegten Grundsatz: Seine eigenen Produktionen, wie die kürzlich erschienene «Bernoize EP» strotzen vor bösen Bässen und rauher Energie - und auch seine DJ Sets sind alles andere als langweilig.
Als Produzent hatte er bereits nationale wie auch internationale Erfolge. Der track "somewhere in the darkness" (BErnoize EP) wurde von der amerikanischen Internetplattform Dubstep.net promotet, welcher innert kürzester Zeit über 13'000 mal gespielt wurde und über 1400 downloads zu verzeichnen hatte. Auch auf DRS Virus blieb Radical DJ nicht unendeckt, u.a. hatten seine tracks "illa" wie auch sein inoffizieller remix für den Berner Rapper Greis ("nie ganz verby" feat. Akhenaton) airplays.
Der Berner Radical DJ arbeitet bereits wieder an diversen Projekten. Es lohnt auf jeden Fall seine Facebook-Seite zu "liken" (siehe links). Dort erhaltet Ihr die aktuellsten News wie auch "free downloads" der meisten seiner Produktionen.