Eis füehrt zum andre und aus füehrt zu nüt:
Es läärs Universum fougt zwäcklose Gsetz.
Im Gloube, frei z schwimme, erahneni doch:
Wier zucke wie Fische im kousale Netz.
Egau, weli Farb wome uf d Lääri maut:
Si blibt Illusion, wo bim Dänke vergheit.
Doch Freiheit z bestimme, o wes keni git,
Git e Bestimmig, wo alles befreit.
Nume wär akämpft, git ds Heft us de Hand:
Das aus z akzeptiere, isch scho Widerstand.
Sprachliche Verknappung, musikalisches Ausufern. Jeder Song ein nihilistisches Mantra, zusammen ergeben sie als Album ein Gedicht, das den Verständnisprozess der Unmöglichkeit von Handlungs- und Willensfreiheit thematisiert (und vielleicht überwindet). Ein Album, das antithetisch gedacht ist: In der Akzeptanz der Nichtexistenz von Freiheit liegt der Widerstand gegen die Sinnlosigkeit. Und doch bleibt die Doppeldeutigkeit des Titels unauslöschlich bestehen: Trotze dem Nichts, aber da ist trotzdem nichts…
Was bleibt, ist der schiere Wille zum Widerstand – und das einzig Stete ist der Wandel. Kein Album von The Burden Remains klingt wie das andere; die DNA mag immer dieselbe sein (es ist stets klar zu erkennen, wen man hört), aber ohne stilistische Scheuklappen äussert sie sich immer in einer neuen Gestalt. Die unüblichen Songstrukturen, die Verwendung von Schweizerdeutsch, der Einsatz von Arpeggiatoren, Synthesizern und Perkussions-Elementen ist seit dem letzten Album «fluid» geblieben – neu ist die DIY-Attitüde, die Zeugnis des gesteigerten Selbstbewusstseins und technischen Know-hows der Band ablegt. Hier ist alles selbst gemacht: In einer Woche in Grundzügen komponiert, wurden die Songs auf «trotz_däm nüt» gemeinsam ausgearbeitet und gleichzeitig eingespielt, um dann selber produziert und vom Gitarristen Philippe Aebischer gemischt zu werden. Und es verfestigt sich der Eindruck, dass The Burden Remains dadurch, die Geschicke in die eigene Hand genommen zu haben, weitere Möglichkeit gefunden hat, zunehmend sich selbst zu finden und zu werden. Und vielleicht liegt auch darin eine Art von Freiheit.
The Burden Remains steht für…
… fünf Alben, davon vier Konzept-Alben («Downfall of Man» 2011 // «Fragments» 2014 // «Touchstone» 2017 // «fluid» 2020 // «trotz_däm nüt» 2025).
… eine unveränderte Besetzung seit 21 Jahren.
… ca. 100 Konzerte in allen Regionen der Schweiz, etwa als Vorband von Megadeth (Fri-Son), Voivod (Bad Bonn) und Saint Vitus (Dachstock).
… einen Hang zu interdisziplinären Grosskonzepten: Quadrophonische Show auf vier Bühnen 2014 im Fri-Son (Fribourg), Album und Live-Shows mit einem Ad-hoc-Blasorchester 2016, mehrere aufwändig produzierte Videoclips, Konzeption eines Films für die Live-Show an der Bad Bonn Kilbi 2019 etc.
… genreübergreifende stilistische Offenheit bei trotzdem hohem Wiedererkennungswert.
Faktische Biografie
2025
Plattentaufe im Nouveau Monde/Fribourg im November
Veröffentlichung des Albums «trotz_däm nüt» (Vinyl/Download)
2021
Aufführung des Filmkonzertprojekts «fluid» im Ebullition/Bulle im Oktober
2020
Plattentaufe im Nouveau Monde/Fribourg im Oktober
Veröffentlichung des Albums «fluid» (Vinyl/Download) im Oktober über Fireantmusic
2019
Uraufführung des Filmkonzertprojekts «fluid» an der Bad Bonn Kilbi/Düdingen im Mai
2018
Veröffentlichung des Videoclips «The Sculptor» im Februar
2017
Veröffentlichung des Albums «Touchstone» (CD/Download) im Juni über Cold Smoke Records
2016
Uraufführung des Projekts «The Burden Remains & The Horns of the Seventh Seal» im Fri-Son/Fribourg im September
2015
Diverse Konzerte, z.B. als Support von Lofofora im Ebullition/Bulle (ausverkauft) etc.
Zweitpressung des Albums «Fragments» (2014) als CD
2014
Metalfactory’s 2014 Rangliste: Viertbeste Schweizer Band; «Fragments» viertbestes Schweizer Album
Veröffentlichung des ersten Videoclips «Govern The Sleepers» im Dezember
Plattentaufe im Fri-Son/Fribourg im April
Veröffentlichung des Albums «Fragments» (Vinyl/Download) im April über Czar of Bullets
2013
Diverse Konzerte, z.B. als Support von Megadeth im Fri-Son/Fribourg (ausverkauft) etc.
2012
Metalfactory’s 2012 Rangliste: Sechstbeste Schweizer Band
Realisierung des Projekts «The Bikini Blues-Sessions» im Bikini Test/La Chaux-De-Fonds (gratis Download) im August
Diverse Konzerte, z.B. als Support von St. Vitus (US) im Dachstock/Bern, Rage (DE) am Openair Spreitenbach, Voivod (CA) im Bad Bonn/Düdingen etc.
2011
Metalfactory’s 2011 Rangliste: Fünftbeste Schweizer Band; «Downfall Of Man» drittbestes Schweizer Album; Fünftbester Newcomer
Plattentaufe im Nouveau Monde/Fribourg (ausverkauft) im September
Veröffentlichung des Albums «Downfall Of Man» (CD/gratis Download, selbständige Veröffentlichung) im September
Namenswechsel zu «The Burden Remains»
2004-2010
Verschiedene Konzerte in der Schweiz
Veröffentlichung eines Demotapes, einer EP und einer Live-DVD
2003
Gründung von «Cideraid»