P O R T R A I T
Hervorgegangen aus einer Ferienlaune im April 1981, fand das erste TRIIBSAND- Konzert schon am Ende des Monats zur Eröffnung des Frühlings statt. Zu dritt brachte man in Luzern 5 selbstgemachte Lieder zur Aufführung.
Etwas später, bei einem sommerlichen Morgenessen, einigte man sich auf den Namen TRIIBSAND (Sand im Getriebe/ umhergetriebener Sand/Sumpf) und entschloss sich, weiter gemeinsam Lieder zu schreiben und zu singen. Was auch geschah.
Im Herbst 1981 gab es die ersten personellen Wechsel. Wir machten zu viert weiter und mit Gitarrenverstärkern. So gaben wir unsere ersten öffentlichen Konzerte. Regelmässig entstanden neue Lieder, neue Arrangements, regelmässig trafen wir uns in Robis Stube zur Probe und regelmässig, wenn auch nicht oft, traten wir da und dort zu Konzerten auf.
Wieder ein Jahr später gab es erneut einen Wechsel in der Besetzung. Mit dem neuen Mann kamen auch neue Instrumente. Waren es bis anhin vor allem Gitarren gewesen, so wurde unser Sound nun farbiger dank Vibraphon, Steeldrum, Flöten und Synthesizern.
Nach zwei Jahren, in denen wir in der ganzen Deutschschweiz unsere Lieder sangen (vor allem in Schul-Aulen und Pfarreiheimen), entschlossen wir uns, weil uns unser Publikum oft dazu ermunterte, eine Kassette mit 12 unserer Lieder zu produzieren. Während des Winters 85/86 verbrachten wir einige Tage und Stunden im Tonstudio LYRA (Horw) und im Frühling konnten wir die ersten Exemplare verkaufen. Mittlerweile sind wir über 600 Kassetten losgeworden - ohne grosse Werbung notabene.
Im Februar 1987 gingen wir erneut ins Studio um ein Lied aufzunehmen, das jetzt auf der Doppel-LP 'Lieder gegen den Rassismus überall' (Zytglogge) zu finden ist.
Im Moment sind wir zu viert:
Rudolf Belser arbeitet als Pastoralassistent und Jugendarbeiter in Wohlen AG. Er spielt Gitarre (akk und el) und Bass. Manchmal sitzt er auch am Schlagzeug. Matthias Boos spielt - neben Ausflügen an die Drums - vor allem Tasteninstrumente. Er wohnt in Luzern und studiert an der ETH.
Claudio Bretnini ist freischaffender Theatermachender bei der Theatergruppe SMOMOS in Etzgen, wo wir auch unsere regelmässigen Proben abhalten können. Er ist der vielseitigste Musiker unserer Gruppe, spielt er doch Gitarre, Bass, Schlagzeug, Vibraphon, Synthesizer, Steeldrum, Flöte und singt. Daneben komponiert und textet er auch eigene italienische canzoni.
Paul Steinmann lebt in Basel ebenfalls als freischwebender Theatermacher und Regisseur. Er textet und singt fast alle TRIIBSAND-Lieder und greift zwischen durch mal zur Ukulele.
Robi Weber ist Jugendhausleiter und lebt in Reussbühl. Er spielt alle Arten von Gitarren (akk und el), den Bass und die Mandoline. Und, wenn es sein muss, greift er auch gerne zum Alphorn.
Wir singen und spielen Menschen, die uns zuhören wollen, unsere Texte und Melodien vor. In diesen Liedern setzen wir uns mit uns selbst und mit der Welt, in der wir leben, auseinander. Wir machen uns Gedanken. Wir fassen diese Gedanken in Strophen und Refrains. Wir stellen diese Gedanken vor.
Dabei wollen wir unsere Zuhörer nicht etwa bekehren oder in unsere Denkrichtung zwingen. Wir sagen einfach unsere Meinung und hoffen damit, Gespräche auzulösen, Denkprozesse anzustossen, Gemüter zu bewegen. Wir legen uns dabei nicht auf einen ganz bestimmten Musik-Stil fest. Die Musik entsteht mehr zufällig nach Lust und Laune als nach einem Konzept. Was uns allen gefällt, wird ausprobiert. Kommt es so beim Publikum nicht an, machen wir es anders oder legen es beiseite.
Unser Repertoire umfasst etwa 30 Stücke, die wir, je nach Anlass und Konzert immer wieder neu zusammenstellen. Manchmal machen wir auch für einen bestimmten Anlass auch ein neues Lied.
Weil wir höchstens 10-20 Konzerte pro Jahr geben, laufen wir nicht so in Gefahr, dass sich unsere Songs allzu schnell abnutzen. Einige sind während der letzten 6 Jahre erschreckend aktuell geblieben. Andere waren schon nach einem Auftritt vorbei.
Oft bleibt uns zu wenig Zeit, um zu proben, einander zu treffen, Neues zu planen (wir wohnen recht weit voneinander weg). Deshalb haben wir uns entschlossen, den Versuch zu wagen, eine Langspielplatte zu produzieren, um uns wieder einmal voll zu fordern und zu konzentrieren. Wenn es uns gelingt, genügend Geld aufzutreiben, sollte diesem Projekt eigentlich nicht mehr im Wege stehen. Ideen und neue Lieder sind genügend vorhanden. Und Lust am Musikmachen.